Der Kaleidoscope Online Exhibition Space ist ein zentraler Meilenstein des Projekts. Die Plattform wurde als digitaler Raum konzipiert, in dem Bildungsmaterialien und entstandene Kunstwerke während und über die Projektlaufzeit hinaus frei zugänglich sind und präsentiert werden können.
Besucher*innen können Materialien erkunden und herunterladen, Ressourcen für Workshops oder den Unterricht ausdrucken und sich mit den kreativen Arbeiten auseinandersetzen, die im Laufe des Projekts entstanden sind. Der Raum richtet sich an Jugendarbeiter*innen, Pädagog*innen, Künstler*innen, junge Menschen und ihre Communitys und soll kreative Ausdrucksformen, Teilhabe und interkulturellen Austausch fördern.
Besonders wichtig ist die Rolle der Plattform als Ausstellungsraum für die Kunstwerke junger Menschen, die an Kaleidoscope beteiligt sind. Ihre Arbeiten stehen im Mittelpunkt und bleiben mindestens fünf Jahre lang online abrufbar, was ihnen eine deutlich breitere Reichweite und eine deutlich längere Lebensdauer ermöglicht als eine klassische Ausstellung. Die Teilnehmenden erleben zwar weiterhin, dass ihre Werke auf lokalen Kunstfestivals und Veranstaltungen gezeigt werden, aber durch die Online-Ausstellung können sie gleichzeitig von Menschen weltweit entdeckt und wahrgenommen werden. Diese Sichtbarkeit ist besonders wertvoll, besonders für junge Künstler*innen, die ihre Arbeiten bislang vielleicht noch nie international präsentieren konnten.
Die Entwicklung des Online Exhibition Space ist ein laufender Prozess, der sich über mehrere Testrunden weiterentwickelt hat. Die ursprüngliche Idee sah eine VR-Ausstellung vor, durch die Besucher*innen mithilfe einer Plattform wie Artstepsspazieren gehen könnten. Das Konzept wirkte visuell beeindruckend, doch Feedback und Nutzertests zeigten schnell, dass viele den Raum als verwirrend und schwer navigierbar empfanden. Auch Bedenken hinsichtlich der Barrierefreiheit wurden laut. Daraufhin schlug das Kaleidoscope-Konsortium einen anderen Ansatz vor: Die Plattform sollte eher an die Website eines Kunstmuseums oder einer Galerie erinnern. Als Inspiration dienten bestehende Plattformen wie jene der National Gallery of Art und des Metropolitan Museum of Art New York City.
Das finale Design ist deutlich intuitiver: Besucher*innen finden Sammlungen, Materialien und Projektinformationen schnell, ohne sich überfordert zu fühlen.
Barrierefreiheit war während der gesamten Entwicklung ein zentrales Anliegen. Die Plattform verfügt über ein WCAG-konformes Accessibility-Tool, mit dem Nutzer*innen die Website ggf. an ihre individuellen Bedürfnisse bezüglich zb. Schriftgröße, Kontrast oder Leseeinstellungen anpassen können.
Das macht die Seite inklusiver und für eine breitere Zielgruppe zugänglich.
Was den Kaleidoscope Online Exhibition Space besonders wertvoll macht: Er ist zugleich eine aktive Ressource und ein sich stetig weiterentwickelndes Angebot, das konzipiert wurde, um Kreativität und Lernen noch lange nach Projektende zu unterstützen und sich an die Bedürfnisse und das Feedback seiner Nutzer*innen anzupassen.
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