24. März 2026
Das Kaleidoscope-LTTA, ausgerichtet von unserem zyprischen Partner Visual Voices, wurde von den Teilnehmenden sehr positiv aufgenommen und hat die Weiterentwicklung des ABEE-Trainingsprogramms maßgeblich vorangebracht. Die neuen Materialien konnten gemeinsam mit erfahrenen Jugendarbeiter*innen unter realen Bedingungen erprobt werden. Das Feedback zeigt: Das Programm ist relevant, praxisnah und inspirierend und liefert zugleich wertvolle Hinweise zur weiteren Ausarbeitung vor dem breiteren Rollout.
Vom 3. bis 5. März 2026 trafen sich die Projektpartner in Nikosia (Zypern) zu einer dreitägigen Learning, Teaching and Training Activity (LTTA), die ganz dem ABEE-Trainingsprogramm für Jugendarbeiter*innen gewidmet war. In dieser Zeit wurden alle sechs Module erprobt, von kurzen theoretischen Inputs über praktische Übungen bis hin zu gemeinsamer Reflexion. Ziel war es, zu prüfen, wie verständlich, realistisch und übertragbar die Materialien im Alltag der Jugendarbeit sind.
Die LTTA fungierte dabei als eine Art „lebendiges Labor“: Einige Übungen wurden aus der Perspektive von Teilnehmenden erlebt, andere in der Rolle von Workshopleitenden durchgeführt. So konnte das Konsortium das theoretische Handbuch eng mit den praktischen Session Plans und Cultural Probes verbinden, die später mit jungen Menschen in ganz Europa eingesetzt werden.
Das Trainingsumfeld wurde insgesamt als sehr offen, einladend und inklusiv wahrgenommen. Besonders hervorgehoben wurde die gelungene Balance zwischen introspektiven Übungen und dynamischen Gruppenaktivitäten. Viele Teilnehmende betonten, dass die behandelten Themen, wie etwa traumasensibles Arbeiten, Konfliktlösung, Inklusion und digitales Storytelling, unmittelbar an ihre tägliche Praxis anschließen, insbesondere in der Arbeit mit jungen Menschen mit Migrations- oder Diskriminierungserfahrungen.
Zugleich nahmen viele neue Ideen, Methoden und Perspektiven aus Nikosia mit. Mehrere Teilnehmende berichteten, dass das Training ihre Kompetenzen und ihr Vertrauen im Umgang mit künstlerisch-kreativen Methoden gestärkt hat. Viele planen, einzelne Aktivitäten direkt in ihre Arbeit vor Ort zu integrieren. Besonders geschätzt wurden auch die Möglichkeiten zur gemeinsamen Durchführung, zum Austausch und zur Reflexion – Aspekte, die maßgeblich zu einem starken Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Partnerschaft beigetragen haben.
Die Wahl des Veranstaltungsorts verlieh dem Training eine zusätzliche Bedeutungsebene. Als Stadt mit einer komplexen Geschichte von Teilung, Migration und kultureller Vielfalt bot Nikosia einen passenden Rahmen für ein Programm, das sich mit Inklusion, Dialog und traumasensiblem Arbeiten beschäftigt. Gemeinsame Mahlzeiten und informelle Spaziergänge zwischen den Einheiten eröffneten zusätzliche Räume für Austausch und Vernetzung. Dabei wurde auch erfahrbar, wie stark die Themen des Kaleidoscope-Projekts in einem Kontext nachhallen, in dem Grenzen – und deren Überschreitung – Teil des Alltags sind.
Diese informellen Momente trugen wesentlich dazu bei, die Zusammenarbeit zu vertiefen und eine gemeinsame Sprache für kreative, ethische und inklusive Jugendarbeit zu entwickeln. So stärkte die LTTA nicht nur die inhaltliche Qualität des Trainingsprogramms, sondern auch die Gemeinschaft der Praktiker*innen, die den ABEE-Ansatz in ihren Ländern weitertragen.
Die LTTA in Zypern hat dem Kaleidoscope-Konsortium sowohl Klarheit als auch Zuversicht für die nächsten Schritte gegeben. Die Partner reisten inspiriert von der Kreativität, dem Engagement und der Expertise der Gruppe ab – mit dem gemeinsamen Ziel, den ABEE-Ansatz künftig verstärkt in ihrer Arbeit einzusetzen, um Inklusion, kulturelle Sensibilität und Dialog mit jungen Menschen zu fördern. Das gesammelte Feedback wird nun in die Überarbeitung des Handbuchs und der Session Plans einfließen, um sicherzustellen, dass das Trainingsprogra
Mit der gemeinsamen Erprobung des Programms hat die Partnerschaft einen wichtigen Meilenstein erreicht: Jugendarbeiter*innen in ganz Europa mit kreativen, künstlerischen Werkzeugen auszustatten, die Räume für die Geschichten, Emotionen und Perspektiven junger Menschen eröffnen, insbesondere dort, wo Erfahrungen von Migration, Konflikt und Ausgrenzung eine Rolle spielen..
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